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Freitag, 17. April 2015

Amphibien-Rückwanderung beginnt!

http://home.fotocommunity.de/fotosunterwegs/index.php?id=1241755&d=20591795
Viele Kröten und Frösche haben inzwischen abgelaicht und so konnten wir gestern beim Sammeln beobachten, dass sich einige schon auf den Rückweg in die Sommergebiete machen. Nun ist nochmal Vorsicht geboten. Sie sind nun alle ziemlich flink unterwegs und müssen natürlich auch wieder über die Straße, über die sie gekommen sind. Wir konnten gestern viele von der Fahrbahn retten, es sind aber auch einige Opfer der Unachtsamkeit der Autofahrer geworden. Teilweise kommt es mir wirklich so vor, als würden manche die Tiere mit voller Absicht überfahren. Eine riesiges Krötenweibchen zum Beispiel, lag überfahren auf dem !Seitenstreifen!... Es ist teilweise schon sehr seltsam. Und wenn ich mir dann die "netten" Kommentare einiger Autofahrer anhören muss, dann wundert mich nichts mehr. Einer hielt gestern direkt neben mir an, ließ die Scheibe runter und meinte "Achtung! Wildunfall!" und kam sich dabei unheimlich komisch vor. Aber ich will ja niemandem eine böse Absicht unterstellen und appelliere an euch: Bitte passt jetzt nochmal gut auf, wenn ihr nachts unterwegs seid, damit die Süßen auch ihre Rückreise heil überstehen. Ich habe gestern noch ein paar Krötenstimmen aufgenommen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will. 

Freitag, 27. März 2015

Update Amphibien-Sammelaktion

Grasfroschweibchen, mit einem Bauch voller Eier und 2 Erdkrötenmännchen
Gestern war ich von 19:00 Uhr bis 22:15 Uhr unterwegs beim Amphibien-Sammeln. Wir waren super erfolgreich und haben ganze 40 Tiere gerettet. Das Wetter war ideal, feucht und nicht zu kalt. Unsere Eimer waren richtig voll.
Mir sind allerdings auch noch ein paar Sachen aufgefallen, die ich beim letzten Post zu dem Thema nicht erwähnt habe, die aber auch wichtig zu wissen sind: Erstens solltet ihr, wenn ihr bei solchen Aktionen dabei seid, darauf achten, ob in eurem Suchgebiet die Straßenabläufe abgedeckt wurden. Die Kröten und Frösche (besonders die Männchen) sind so klein, dass sie einfach in die Schlitze fallen und so haben auch wir gestern ein paar dort unten sitzen sehen. Der Vorstand unserer Ortsgruppe hat zwar um das Abdecken der Abläufe gebeten, leider wurden das aber von den Zuständigen nicht an allen Stellen durchgeführt. Die kleinen Deckel konnten wir noch selbst öffnen, da die nicht ganz so schwer sind. Dort haben wir ca. 20 Tiere rausgeholt. Bei den größeren Abdeckungen hatten wir aber zu zweit keine Chance. Es ist also wirklich bei euch vor Ort empfehlenswert, diese Todesfallen abdecken zu lassen. 
Grasfroschmännchen
Was auch noch für alle Autofahrer wichtig ist: Die Amphibien laufen nicht nur Gefahr, von euren Reifen zwerquetscht zu werden, sondern auch die Geschwindigkeit eures Autos spielt eine Rolle. Wer z.B. eine Kröte zwar nicht mit dem Reifen erwischt, aber mit höherer Geschwindigkeit an ihr vorbei fährt, der sorgt dafür, dass ihre Lungen zerfetzt werden. Diese sind so empfindlich, dass sie dem Fahrtwind nicht standhalten. 
Ich habe gestern eine Kröte gesehen, der genau das passiert ist und es war wirklich kein schöner Anblick. Also fahrt bitte sehr langsam, wenn ihr Amphibien auf der Straße sitzen seht. 
Erdkrötenweibchen mit Erdkrötenmännchen auf dem Rücken
Ansonsten war es wieder ein tolles Erlebnis und ich kann es nur nochmal empfehlen. ;) Hier noch ein paar Bilder:
Grasfroschweibchen mit Eiern im Bauch

Grasfroschweibchen (vorne rechts) & viele Erdkrötenmännchen
Unser voller Eimer

Gerettet! Jetzt heißt es, auf die Geliebte warten.

Dienstag, 24. März 2015

Amphibien-Rettungs-Aktion in Kaufbeuren :)

Die Kröten und auch andere Amphibien sind schon wieder fleißig am Wandern, besonders, da es am Wochenende geregnet hat. Aber auch letzten Donnerstag Abend war ich schon, zusammen mit der Ortsgruppe des Bund-Naturschutzes in Kaufbeuren, beim "Sammeln". Es war noch recht trocken und darum fanden wir in den Eimern nur 3 Frösche - aber auch die wollen gerettet werden.


© Elisa Hanusch
© Elisa Hanusch
© Elisa Hanusch
 
Ich habe mich trotzdem riesig gefreut und es war ein schönes Gefühl, sie anschließend in das sichere Gewässer entlassen zu dürfen. Da die Autos an dieser Stelle besonders unachtsam fahren, wären sie ihnen bestimmt zum Opfer gefallen. Ich habe auch gehört, dass es Leute gibt, die absichtlich versuchen, möglichst viele Kröten und Frösche zu überfahren. Ich denke, das muss man nicht verstehen. Wer wirklich so unterbelichtet ist, dass er sich daraus einen Spaß macht, wird hoffentlich irgendwann mal an seiner eigenen Dummheit zugrunde gehen.
 
Heute Morgen waren wir wieder beim Eimer-Ausleeren. Diesmal fanden wir nur ein Kröten-Männchen - die Temperatur war einfach zu niedrig. Da verkriechen sie sich lieber.
 
© Elisa Hanusch
Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, mal bei einer solchen Aktion mitzumachen, es macht wirklich riesig Spaß und man tut dabei auch noch etwas Gutes. Außerdem sind wir, meiner Meinung nach, verpflichtet dazu, diesen Tieren zu helfen, da auch wir es sind, die sie durch unsere Straßen und die Einschränkung ihres Lebensraumes bedrohen.
Leider ist es so, dass sich viel zu wenige junge Menschen für das Thema interessieren. Man müsste schon die Kinder dafür begeistern und ihnen klar machen, dass sie, um wunderschöne Tiere zu sehen, nicht in den Zoo, oder Zirkus gehen müssen, wo Tiere unter unnatürlichsten und tierquälerischen Bedingungen leben und dem Menschen dienen müssen, sondern einfach nur mir offenen Augen vor die eigene Haustüre. Da gibt es genug zu sehen.
Ich bin überzeugt davon, dass es möglich ist, schon Kinder für ihre eigene Umwelt zu sensibilisieren und dass es meist nur an den Eltern scheitert, die selbst keinen Sinn dafür haben. 
 

Mittwoch, 11. März 2015

Amphibienschutz in Bayern

Jetzt ist es mal wieder so weit: es beginnen die alljährlichen Amphibienwanderungen. Leider nicht ohne unwahrscheinliche Verlustzahlen, weil die Armen, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen, oft Straßen überqueren müssen und dabei nicht selten von Autos überfahren werden.
Außerdem finden die Wanderungen abends bzw. nachts statt, was die Überlebenschance für die Tiere noch geringer macht.
Aber jeder kann helfen, die Zahl der getöteten Amphibien zu reduzieren, indem er eine der zahlreichen Ortsgruppen unterstützt, die jedes Jahr Aktionen planen, in denen Zäune und Eimer platziert werden. So können Kröten und andere Amphibien eingefangen und anschließend sicher zu ihrem Laichplatz gebracht werden.

http://cdn2.spiegel.de/images/image-46531-galleryV9-qzqh.jpg
Ob sich in eurer Nähe eine solche Ortsgruppe befindet, könnt ihr unter
nach sehen. Jede helfende Hand ist Gold und vor allem Leben wert. Und ihr werdet euch danach toll fühlen. Wir sollten jede nur erdenkliche Möglichkeit nutzen, um den Tieren zu helfen. Sie haben es verdient! ♥♥♥